Ein Geleitwort von Professor Dr. med. Markolf Hanefeld
Unter dem Begriff Metabolisches
Syndrom sind zentrale Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammengefasst, die eng miteinander verknüpft sind: Typ-2-Diabetes, Hypertonie, zentrale Adipositas und Dyslipidämie.
Gültige Aussagen über die Häufigkeit des Metabolischen Syndroms und das Ausmaß der daraus erwachsenden gesundheitlichen Folgeschäden werden dadurch erschwert, dass es unterschiedliche Definitionen mit unterschiedlichen Grenzwerten und Bewertungen der einzelnen Risikofaktoren gibt.
Das Metabolische Syndrom entwickelt sich als Folge von Überge-
wicht in Kombination mit Bewegungsmangel, bei entsprechender genetischer Disposition des Einzelnen. Die Risikofaktoren eines Metabolischen Syndroms verstärken sich gegenseitig – wir wissen allerdings in den meisten Fällen noch nicht, in welchen Dimensionen.
Alle im Metabolischen Syndrom gebündelten Krankheiten erfordern eine einheitliche Grundbehandlung. Dazu gehört eine Ernährungsumstellung, bei der die Aufnahme der Fettmengen reduziert und gleichzeitig gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte ersetzt werden. Ebenfalls wichtig ist es, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.
20 bis 30 Prozent der Gesellschaft sind vom Metabolischen Syndrom betroffen. Deshalb ist es wichtig, ein öffentliches Bewusstsein für dieses gefährliche Krankheitsbild zu schaffen.
Dazu wird die Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! einen entscheidenden Beitrag
leisten.