US-Forscher stellen Zusammenhang zwischen Bauchumfang und dem Risiko für Herzschwäche fest
Wissenschaftler des Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) in Boston (USA), einem der Havard-Universität angegliederten Krankenhaus, haben der Bedeutung des Bauchumfangs ein weiteres Detail hinzugefügt. Sie stellten fest, dass ein größerer Bauchumfang bei Frauen und Männern mit einem erhöhten Risiko für Herzschwäche verbunden ist – selbst dann, wenn der Body-Mass-Index (BMI), der das Gewicht zur Körpergröße in Bezug setzt, noch im Normalbereich liegt. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie kürzlich in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Circulation.
„Angesichts der Tatsache, dass Herzschwäche deutlich zunimmt, wollten wir wissen, ob und wie dies mit dem um sich greifenden Übergewicht in Zusammenhang steht“, erklärt Studienautorin Dr. Emily Levitan. Herzschwäche ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die typische Beschwerden wie Müdigkeit sowie verminderte Leistungsfähigkeit nach sich zieht und bei Menschen über 65 Jahren einer der häufigsten Gründe für Krankenhausaufenhalte ist. Als wichtigste Ursachen gelten ein erhöhter Blutdruck und Veränderungen der Herzkranzgefäße.
Die Forscher griffen für ihre Untersuchung auf zwei schwedische Bevölkerungsstudien zurück. Die Datenanalyse zeigte, dass bei Frauen mit einem BMI von 25 ein zehn Zentimeter größerer Bauchumfang das Risiko für eine Herzschwäche um 15 Prozent erhöhte. Lag der BMI bei 30, nahm das Risiko sogar um 18 Prozent zu. Bei Männern ergaben sich ähnliche Werte: Zehn Zentimeter mehr am Bauch ließen bei einem BMI von 25 die Gefahr um 16 Prozent steigen, bei einem BMI von 30 sogar um 18 Prozent. „Unsere Studie unterstreicht wie wichtig es ist, im Alter ein normales Körpergewicht beizubehalten“, fasst Levitan ihre Studienergebnisse zusammen.
11.05.2009