Gewonnene Jahre

US-Studie belegt die Langzeit-Wirkung von Präventionsmaßnahmen bei Menschen mit stark erhöhtem Diabetes-Risiko

Eine Studie zur Prävention von Diabetes hat die Bedeutung von Lebensstiländerungen, aber auch der Einnahme des Medikaments Metformin in der Langzeitvorsorge unterstrichen. In der Fachzeitschrift Lancet berichten die Forscher der Yeshiva-Universität in New York, dass sich mit diesen Maßnahmen der Ausbruch einer Zuckerkrankheit um Jahre verzögern lässt.

Die Diabetes Prevention Program Outcomes-Studie ist eine Nachfolgestudie: Alle Teilnehmer stammten aus der zuvor durchgeführten Studie „Diabetes Prevention Program“. Im Rahmen dieser Untersuchung hatten die Wissenschaftler gezeigt, dass bei Erwachsenen mit einem stark erhöhten Diabetes-Risiko eine Änderung des Lebensstils die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, um 58 Prozent senkt. Die regelmäßige Einnahme des Medikaments Metformin ergab eine Risikominderung um 31 Prozent.

In der jetzt veröffentlichten Nachfolge-Studie, in der die Teilnehmer immerhin zehn Jahre lang beobachtet wurden, senkten Lebensstiländerungen die Diabetes-Häufigkeit immerhin noch um 34 Prozent, die Einnahme von Metformin um 18 Prozent (im Vergleich zum Placebo). Aus ihren Daten errechneten die Wissenschaftler, dass gesündere Verhaltensweisen den Ausbruch einer Diabetes-Erkrankung durchschnittlich um vier Jahre verzögerten, das Medikament Metformin um zwei Jahre.

16.12.2009

 
  Nachdruck erwünscht – bitte immer mit Angabe der Quelle Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!