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Weltweiter Schulterschluss gegen die Zuckerkrankheit
Mit erstaunlichem Erfolg startet das von einem Dresdner Arzt initiierte Internet-Netzwerk „Active in Diabetes Prevention“ Wenn es um den Diabetes geht, sprechen Mediziner und Wissenschaftler seit Jahren gerne von einem globalen Problem. Weltweit sei die Krankheit rasant auf dem Vormarsch, heißt es immer wieder. Nun hat sich ein deutscher Arzt dazu entschlossen, die Welt zusammenzuführen – die Welt der Präventionsexperten. Seit Mitte des Jahres 2009 können Interessierte auf der Internet-Seite www.activeindiabetesprevention.com sich an einem Präventionsnetzwerk beteiligen. Fast 2500 Ärzte, Wissenschaftler und Gesundheitspolitiker haben das inzwischen getan.
Alarmstufe Rot Es herrscht Alarmstufe Rot. Schon heute leben neuen Schätzungen zufolge ungefähr 7,5 Millionen Diabetiker in Deutschland. Die 10-Millionen-Marke ist sicherlich bald geknackt. Weltweit steuert die Zahl der Betroffenen stramm auf die 300 Millionen zu. 50 Millionen Diabetiker gibt es derzeit in Indien, 27 Millionen in den USA, zehn Millionen in Russland, acht Millionen in Brasilien, und dann kommt auch schon Deutschland. „Keine Frage, Diabetes ist ein globales Problem“, sagt Schwarz, der demnächst in Dresden den Weltkongress Diabetes-Prävention (08. bis 11. April 2010) organisiert. „Und ein globales Problem braucht globale Antworten.“ Überwältigender Anfangserfolg Kommentare von Diabetes-Experten aus Afrika, den USA oder auch Mittelamerika zieren die Internet-Seite www.activeindiabetesprevention.com. Die Mitgliederstatistik zeigt, dass das internationale Flair nicht nur Show ist. Zwar dominieren die Deutschen (ca. 530 Mitglieder), doch Kanadier, Finnen, Italiener und US-Amerikaner folgen knapp dahinter (alle zwischen 200 und 300 Mitglieder). „Wir haben sogar zwei Mitglieder im Irak und zwei auf den Malediven“, erklärt Schwarz mit gewissem Stolz. Überwiegend Ärzte interessieren sich derzeit für den weltweiten Austausch zum Thema Diabetes. „Mitmachen kann aber jeder, der an Präventions-Projekten interessiert ist“, sagt Schwarz. Egal, ob ein Hausarzt Maßnahmen für seine Patienten anbieten, ein Diabetesberater sich an einer Studie beteiligen, ein Gesundheitspolitiker ein Präventionsprogramm unterstützen oder jemand sich einfach nur informieren will. „Alle Ideen sind willkommen“, sagt Schwarz und berichtet von einem holländischen Arzt, der neulich im Netzwerk auf eine große holländische Studie zur Diabetes-Prävention hinwies. „Es hat mich schon überrascht, dass ich das Projekt nicht kannte“, räumt Schwarz ein, der in Sachen Prävention europaweit aktiv ist. „Gleichzeitig zeigt das aber auch, welche Möglichkeiten das Netzwerk eröffnet.“ Kleinstipendien für Forscher aus der Dritten Welt Seine nächste Feuertaufe erlebt das Netzwerk in den kommenden Tagen. Das europäische IMAGE-Projekt (Improving Diabetes Prevention in Europe), an dem Schwarz ebenfalls beteiligt ist, hat Praxisleitlinien „Diabetes-Prävention“ entwickelt. Darin sollen Ärzte künftig nachschlagen, wenn sie wissen möchten, wie bestimmte Maßnahmen effektiv gestaltet werden. „Im Gegensatz zu sonst haben wir uns entschlossen, diese Leitlinien auf der Internet-Seite des Netzwerkes zu veröffentlichen und sie von unseren Mitgliedern begutachten zu lassen“, berichtet Schwarz. Sonst nehmen Wissenschaftler hinter verschlossenen Türen diese Begutachtung vor. Diesmal also der Weg in die virtuelle Öffentlichkeit. Sicherlich ist das die richtige Entscheidung, denn die meisten Mitglieder im Netzwerk sind mit der Praxis bestens vertraute Experten. Wenn nicht sie, wer sonst sollte wissen, wie Diabetes-Prävention am besten funktioniert? Web-Tipp 16.12.2009 |
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| Nachdruck erwünscht – bitte immer mit Angabe der Quelle Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! | ||||