„Bewegung ist ein sehr wirksames Medikament“

Baierbrunn/München, 3. Juli 2009
Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! zeichnet zwei journalistische Arbeiten und ein Präventionsprojekt gegen Übergewicht und Bewegungsmangel aus. Ein Wissenschaftliches Symposium der Stiftung in München-Baierbrunn diskutiert neue Wege zur Vermeidung und Behandlung des Metabolischen Syndroms und seiner Folgekrankheiten

Preisverleihung 2009: Gesundheits- und Medienpreis der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! v.l.n.r.: Hartmut Becker (Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!); Prof. Ruth H. Strasser (Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!); Regine Hauch (WDR5-Redakteurin von "Leonardo"); Prof. Alexander Woll (Universität Konstanz); Monika Grebe (WDR-Redakteurin von "Quarks & Co."); Prof. Dr. Markolf Hanefeld (Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!)
Foto: © Wort & Bild Verlag/E. Hegerich

Die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen in Deutschland steigt immer weiter an. Mit dramatischen Folgen: Insbesondere bei starkem Übergewicht entwickeln viele Betroffene zusätzlich Bluthochdruck, Fett- und Zuckerstoffwechselstörungen – das sogenannte Metabolische Syndrom. Häufige Auslöser sind Bewegungsmangel und Fehlernährung, den Betroffenen drohen Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes.
Dem Ziel, diese Zusammenhänge bekannt zu machen und Auswege aufzuzeigen, dienen zwei Veranstaltungen der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! mit Sitz in Baierbrunn: Zum festlichen Auftakt werden an diesem Freitag der GESUNDHEITSPREIS 2009 für ein herausragendes Projekt und zwei MEDIENPREISE für besonders gelungene journalistische Berichterstattung über das Thema verliehen. Im Anschluss daran findet das Wissenschaftliche Symposium zur Fragestellung „Verhaltensänderungen bei Menschen mit Metabolischem Syndrom – Chance oder Utopie?“ mit international anerkannten Experten statt.

Den Festvortrag zur Preisverleihung vor Ehrengästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien hält Dr. Susanne Holst, Ärztin und Tagesschau-Moderatorin.

Der mit 25.000 Euro dotierte GESUNDHEITSPREIS 2009 der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! geht an das kommunale Präventionsprojekt „Gesundheit zum Mitmachen“, das Prof. Alexander Woll von der Universität Konstanz in Zusammenarbeit mit der AOK Mittlerer Oberrhein und der Gemeinde Bad Schönborn entwickelt hat. Durch niedrigschwellige Bewegungsangebote gelingt es in diesem Projekt, die durchschnittliche körperliche Aktivität der Teilnehmer deutlich zu erhöhen. „Bewegung ist ein sehr wirksames Medikament zur Vorbeugung und Behandlung des Metabolischen Syndroms“, sagt Hartmut Becker, Facharzt für Allgemeinmedizin und 1. Vorsitzender der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! „Regelmäßige körperliche Aktivität hilft gegen Übergewicht, schützt vor Diabetes, verbessert den Fettstoffwechsel und senkt den Blutdruck.“

Den MEDIENPREIS 2009 in der Kategorie Hörfunk in Höhe von 12.500 Euro erhält Regine Hauch für ihren Beitrag „Das Skalpell als letzte Hoffnung – Grenzen und Möglichkeiten der Adipositas-Chirurgie“, ausgestrahlt in der Sendereihe des Wissenschaftsmagazins Leonardo am 7. Januar 2009. Der Radiobeitrag berichtet über die – in schwer behandelbaren Fällen immer öfter notwendige – chirurgische Therapie der Adipositas und vermittelt auch die Erkenntnis, dass es sinnvoll wäre, Adipositas durch eine nachhaltige Änderung des Lebensstils zu behandeln.

Den mit 12.500 Euro dotierten MEDIENPREIS in der Kategorie Fernsehen verleiht die Stiftung an Monika Grebe für den Beitrag „Die Dickmacher – und wie wir ihnen entkommen“, ausgestrahlt in der Sendereihe Quarks & Co. des WDR-Fernsehens am 29. April 2008. Die WDR-Redakteurin und ihr Team haben es auf vorbildliche Art geschafft, die Auslöser des Metabolischen Syndroms auf sehr anschauliche Weise im Leben des Normalbürgers aufzuspüren und auch Auswege daraus darzustellen.

Beim 4. Wissenschaftlichen Symposium der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! unter dem Titel „Verhaltensänderungen bei Menschen mit Metabolischem Syndrom – Chance oder Utopie?“ diskutieren international renommierte Experten über den aktuellen Stand zum Thema Metabolisches Syndrom. Vorsitzender des Symposiums ist der anerkannte Experte für das Metabolische Syndrom Prof. Dr. med. Markolf Hanefeld, Direktor des Zentrums für klinische Studien der Technischen Universität Dresden.

Hintergrund
Der Gesundheits- und Medienpreis und das Wissenschaftliche Symposium der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! werden vom Wort & Bild Verlag gefördert. Die Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat die Prävention und nachhaltige Aufklärung zum Metabolischen Syndrom seit ihrer Gründung im Dezember 2005 in das Zentrum ihrer Arbeit gestellt. Gründer der Stiftung ist der Münchner Verleger und Inhaber des Wort & Bild Verlages Rolf Becker, der sich seit mehr als 50 Jahren mit der publizistischen Arbeit seiner Medien für eine eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge engagiert. Mit ihrer Aufklärungsarbeit wendet sich die Stiftung an Ärzte, Wissenschaftler, Meinungsbildner und Journalisten.

Jurymitglieder des Gesundheitspreises
Professor Dr. Klaus Bös (Institut für Sportwissenschaften, Universität Karlsruhe),  Professor Dr. Hans Hauner (Lehrstuhl für Ernährungsmedizin, Technische Universität München), Professor Dr. Markolf Hanefeld (Experte im Bereich Diabetologie und Fettstoffwechsel, Universität Dresden), Dr. Marianne Koch (Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V.), Professor Dr. Thomas Meinertz (Klinik und Poliklinik für Kardiologie und Angiologie, Universitäts-Klinikum Hamburg Eppendorf), Professor Dr. Ruth Strasser (Herzzentrum an der Technischen Universität Dresden), Prof. Dr. Petra Wagner (Fachgebiet Sportwissenschaft, Technische Universität Kaiserslautern), Heinz-Günter Wolf (Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände).

Jurymitglieder des Medienpreises
Klaus Bachmann (Wissenschaftsredakteur GEO), Dr. Christina Berndt (Wissenschaftsredakteurin Süddeutsche Zeitung), Bernd Schwedhelm (Stellvertretender Redaktionsdirektor Wort & Bild Verlag), Prof. Dr. Karl Dietrich Hepp (fachwissenschaftlicher Berater Diabetiker Ratgeber), Dr. Regina Oehler (Wissenschaftsredakteurin Hessischer Rundfunk/Hörfunk), Heide Schaar-Jacobi (bis 2004 Redakteurin „Visite“, Norddeutscher Rundfunk/Fernsehen).

03.07.2009


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